Die Anti-Verschleiß Additive


     
Die Anti-Verschleiß Additive:
Im Folgenden möchten wir 4 Typen der Anti-Verschleiß Additive vorstellen:
 
Graphit
Von einigen Öl-Sachverständigen seit mehr als 60 Jahren angewendete, aber bereits veraltete Technologie, die praktisch nicht mehr angewendet wird.
Es ist wichtig, zu wissen, dass Graphit eine hochgradig dichte Struktur hat. Sie birgt die Gefahr, durch die Zentrifugalkraft Ablagerungen zu bilden. Diese wiederum könnten
die Schmierkanäle des Motors verstopfen.
Um diesen Nachteil zu verschleiern, werden die derzeit verwendeten Graphite dem Öl in kollodialer Suspension und in winzigen Mengen beigemischt, dies aber nur zur Erinnerung….
 
 
Molybdändisulfide
Dieser Typ von Additiven hat viel zur Verbesserung des Schmierverhaltens beigetragen, indem er es ermöglichte, mineralische Partikel zwischen den beweglichen Teilen einzulagern.
Auf diese Weise wird ermöglicht, die Betriebsviskositätsindizes den Gebrauchstemperaturen der Schmiermittel anzupassen.
Dieser
grundlegende Sachverhalt hat die Öl-Sachverständigen zumal befähigt, Mehrbereichsöle zu entwickeln, welche wir jeden Tag nutzen.
Anders ausgedrückt ist dieses Basis-Additiv heutzutage in jedem modernen Schmiermittel enthalten, was dem Additiv – welches vor 1970 durchaus sinnvoll war – allerdings seine Daseinsberechtigung entzieht.
 
 
Keramik
Um in Öl mischbar zu werden benötigen die keramikhaltigen Additive einen hohen Anteil an Lösungsmitteln, welche wiederum sehr schnell die Wirkungskette der Ölzusatzstoffe beschädigen und folglich ihre Schmiereigenschaften beeinträchtigen. Gleichzeitig beschädigen sie die verschiedenen Motordichtungen aus Neopren und Polypropylen.

Um sich davon zu überzeugen, genügt es, das nachfolgend beschriebene Experiment zu machen: Schütten Sie ein keramikhaltiges Additiv in ein Gefäß aus Polykarbonat.
Innerhalb von 48 Stunden ist das Gefäß vollständig aufgelöst und das Produkt verteilt sich über den Tisch.
Ursprünglich wurde Keramik dazu verwendet, Feuerwaffen zu schmieren, die weder Dichtungen noch Ölbad besitzen. Man konnte dadurch die Austrittsgeschwindigkeit der Projektile erhöhen, die Waffe vor Überhitzung schützen und gleichzeitig Lauf und Rohr vor Verschleiß bewahren.

Die Gefahr ist aber die Folgende: Man hat zwei diametral auseinander laufende Anwendungsgebiete durcheinander gebracht.
 
 
Polytetrafluoräthylen (P.T.F.E.)
Die P.T.F.E, fluor-kohlenstoffhaltige Harze, besitzen hervorragende Anti-Reibungs-Eigenschaften. Sie können an Rohmaterial (für Zahnradgetriebe, die starken Belastungen ausgesetzt sind) oder in Form von Antihaftbeschichtungen (im Küchenbetrieb dank pflegeleichter Eigenschaften vom breiten Publikum sehr geschätzt) verwendet werden.

Bedauerlicherweise besteht die traditionelle Methode, um P.T.F.E, in einem Schmiermittel löslich zu machen, darin, es einer
Hydrolyse mit Lösungsmitteln zu unterziehen. Was zur Folge hat, dass die Wirksamkeit des Schmiermittels darunter leidet.

Dies ist einer der Gründe, warum Hersteller von Additiven empfehlen, nach der Anwendung von besagten Additiven
möglichst bald einen Ölwechsel vorzunehmen.